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Selbstliebe

Selbstliebe

Der heutige Blogeintrag dreht sich um ein sehr wichtiges Thema dieser Zeit: Selbstliebe!

Doch was bedeutet Selbstliebe eigentlich? Heißt Selbstliebe sich selbst ganz ok zu finden oder von sich selbst zu sagen, das man sich schön findet? Heißt Selbstliebe sich selber gerne etwas Gutes zu tun, sich und seinen Körper anzunehmen ? Oder Bedeutet Selbstliebe von sich selbst eingenommen zu sein? Arroganz?
Meiner Definition nach ist der Begriff weit gefächert. Für mich bedeutet Selbstliebe, sich in all seinen Facetten anzunehmen. Leider ist es gar nicht so leicht, sich die Selbstliebe zum Credo zu machen.

Ich habe schon oft darüber geschrieben, dass ich sehr, sehr weit von der Liebe zu mir selbst entfernt war. Man kann sagen, dass ich habe mich gehasst habe. Das ging so weit, dass ich über jedes Wort, welches ich gesagt habe, 1000 Mal nachgedacht habe. Ich habe mir eingeredet, jemand könnte etwas negatives daraus schließen. Ich dachte sofort, dass Menschen mich einfach nicht mögen, ich wieder zuviel gebrabbelt habe. Leider oder vielleicht auch zum Glück, wurde mir eine große Schnauze anerzogen: Teilweise ein Fluch. Man polarisiert halt. Wenn man ein so verschobenes Bild von sich selbst hat, treiben einen diese Gedanken in den Wahnsinn.
Habe ich mich in einer Fensterscheibe gespiegelt, habe ich meinen Anblick nicht ertragen.
Es gab Zeiten, in denen ich weit über 20 Kilo weniger gewogen habe, dennoch fühlte ich mich wahnsinnig dick. Ich traute mich nicht mehr, überhaupt irgendetwas zu essen. In meinem Kopf blieb ich dick.
Hinzu kam, dass ich mich ohne gefühlte 10 Kilo Make-Up gar nicht aus dem Haus getraut habe.
Mittlerweile stelle ich fest, dass diese Gedanken teilweise krank, andererseits aber auch nicht komplett abstellbar sind. Auch ich verfalle, ab und an, wieder in alte Muster zurück. Bin ich zu dick? Zähne zu krumm ?Ein paar Kilo weniger wären auch ganz schön.
So gerät man wieder von vorne in diese Spirale aus Hass und Selbstvernichtung.
Man gönnt sich nicht mehr zu essen, man erträgt sein lachen nicht und überhaupt, man fühlt sich nicht Wert gemocht oder geliebt zu werden.

Was also mache ich, um diese Gedanken abzustellen?
Wie gesagt, es gibt den einen oder anderen Tag an dem diese Gedanken mich wieder einnehmen wollen.
Genau dann setze ich genau an diesem Punkt an und mache genau das Gegenteil von dem, was ich früher gemacht hätte.
Ich schminke mich nicht, obwohl ich Pickel habe. Ich gehe nicht wieder wie eine Wahnsinnige 5x die Woche zum Sport, um mich schlanker zu fühlen, lediglich um mich fit zu fühlen. Ich sage meine Meinung, auch wenn sie keiner hören will. Ich trage keinen BH, auch wenn ich denke das meine Brüste hängen. Ich umgebe mich mit Menschen, die mich für das lieben was und wer ich bin. Natürlich gibt es auch von diesen Menschen den einen oder anderen Seitenhieb. Aber das gehört halt zum Umgang mit Menschen dazu. Man kann auch nicht immer nur Honig um den Mund geschmiert bekommen. Konstruktive Kritik lautet das Zauberwort!

„Mich […] selbst lieb haben, wenn es mir schlecht geht oder etwas nicht gelingt, wie ich es mir vorgestellt habe. So zu mir sein, wie es eine gute Mutter zu ihrem Kind wäre.“ – Lotta Frei

Natürlich gibt es diese Tage, an denen man mutig seine Pickel zeigt und selbst die Eltern fragen, ob man sich nicht mal schminken wolle. Tage, an denen man mal sündigt und das engste Umfeld in Frage stellt, ob man sich jemals gesund ernährt. Man soll halt einem gewissen Bild entsprechen. Tanzt man aus der Reihe, muss man mit dem Echo leben. So die Meinung dieser Menschen.

Allerdings sind es am Ende die Resonanzen teilweise völlig fremder Menschen, die mich wieder aufbauen. Diese sehen einen völlig unbefangen und finden gewissen Dinge schön, die einem selbst nie gefallen haben. Diese Leute bewundern Menschen mit Mut und versuchen nicht, diese in die gewünschte Form zu pressen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, als ich im letztem Jahr so hart trainiert habe, dass es immer noch was auszusetzen gab. Dann hieß es “ Du machst so viel Sport, du müsstest ja schon viel schlanker sein.“ Dabei wissen diese Leute teilweise und teilweise auch nicht, das ich seit ca. 3 Jahren an Hashimoto, einer Schilddrüsenkrankheit, leide.
Damit ist es extrem schwer Gewicht zu verlieren, egal wie sehr man sich bemüht. Die andere Seite gibt es natürlich auch. Nimmt man ab heißt es : „Allmählich ist das nicht mehr schön wie dünn du geworden bist!“

Worauf ich hinaus möchte ist, in dieser Gesellschaft ist man nie gut genug. Es wird immer wieder eine Steigerung geben müssen. Man muss sich klar machen, dass man auch nachdem man alles getan hat, den Ansprüchen dieser Gesellschaft nie genügen wird. Es wird immer etwas an uns auszusetzen sein. Ist es nicht verrückt, diesen Ansprüchen gerecht werden zu wollen? Man sollte anfangen zu leben, statt falschen Idealen hinterher zu eifern.

Zugegeben, man muss ein dickes Fell entwickeln. Ich habe resigniert, einem Idealbild hinterher eifern zu wollen. Aber genau so fand ich zur Selbstliebe.

Ich werde nie einer Norm entsprechen und will das auch gar nicht. Menschen die einen so beschränkten Horizont haben, sind es nicht wert, gehört zu werden.

Warum gegen seinen Körper arbeiten ? Es gibt tolle Wege, seine Vorzüge zu betonen. Man kann strahlen und das auch tatsächlich ohne 90-60-90 Maße. Man sollte mit sich im reinem sein, sich selbst wohl fühlen, bei allem was man tut.

„Das Leben ist zu kurz um den Bauch einzuziehen! “ – Bauchfrauen

Für mich ist es, nach wie vor, oft schwer, auch über gewisse Dinge hinweg zu hören, ohne mir ein bisschen davon anzunehmen.
Doch man kann es lernen. Orientiert euch an Menschen, die es geschafft haben, sich zu lieben. Es stimmt mich so unfassbar glücklich diese Menschen zu sehen, die im reinen mit sich sind und Lebensenergie versprühen. Sie haben diese besondere Ausstrahlung. Einige dieser tollen Menschen, die mich sehr inspirieren, werde ich am Ende des Beitrages noch verlinken.
Doch Selbstliebe umfasst mehr als nur seinen Körper zu akzeptieren. Wir müssen lernen, unser ganzes Ich zu lieben. Was nützt uns ein schlanker Körper, wenn wir den Rest an uns nicht ausstehen können?

„Nicht nur die Stärken zu lieben, sondern auch die Schwächen anzunehmen. Sich und seinen Körper etwas Gutes tun – auf den verschiedensten Wegen.“ – Minnty

Tanzt, auch wenn es schräg aussieht.
Geht schwimmen, auch wenn ihr euch zu dick fühlt. Befriedigt euch selbst, wenn es euch gut tut. Lebt so wie ihr es möchtet, solange ihr euch dabei wohlfühlt.
Zeigt blöden Menschen und Kommentaren den Mittelfinger.
Lebt, Liebt, Lacht.
Seid Einzigartig auf eure eigene Weise!

Girls, Girls, Girls

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2018-04-11T20:20:14+00:00